Schnarch-Therapie-Geräte
Insbesondere progenierende Schienen, die ähnlich dem Kieferumstellungsverfahren und abgeleitet vom Esmarch-Handgriff den PAS (posterior airway space) deutlich erweitern, finden Anwendung bei mangelnder Akzeptanz des Gold Standards, bei hohem OP-Risiko, Kontraindikationen oder aus Kostengründen bei (obstr.) Schnarchen und mit mittelgradiger Schlafapnoe (häufig auch in Kombination mit anderen Therapieformen).
Gute Therapiewerte (die Effizienz ist nicht so hoch wie bei ncpap-Therapie) bieten auch:
Veröffentlichungen - national und international - (z. B. - die TAP-T-Schiene (Thornton Adjustable Positioner)
- IST-Gerät (Prof. Hinz)
- Ausreichend fester Sitz durch Klemmanpassung
- Möglichkeit von Kieferbewegungen
- Widerstandsfähig gegen Kaukräfte
- Tragekomfort
- Geringe Alterung (Tragedauer ca. 2 Jahre)
- Wenig Geschmacks- oder Geruchsbelästigung
- Wenig Nebenwirkungen (Speichelfluß, Beeinträchtigung von Okklusion etc.)
- Möglichkeit der individuellen Feineinstellung
Studie über die Wertigkeit verschiedener intra- und extraoraler Geräte, Schönhofer, Rager et al.;
Malmö-Studie, Bernhold u. Bondemark; Kongress des ADSM (Academy of Dental Sleep Medicine in Seattle 2002) bestätigen u. a. eine deutliche Reduzierung des AHI, die hohe Akzeptanz der Schienentherapie und auch eine Verringerung von Bruxismus und morgendlichen Kopfschmerzes, eine Verbesserung der Schlafqualität und Senkung des Mortalitätsrisikos, wobei mögliche Nebenwirkungen auf Okklusion, Kiefergelenke, dentofasziale Morphologie und parodontale Gewebe in Korrelation zum Nutzen der intraoralen Geräte gesetzt werden sollte.